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„No more drama ...“

Finden Sie nicht auch, dass uns das Leben schon ausreichend mit Dramen versorgt? Wieviel vermeidbares Drama wollen Sie in ihrem Leben zulassen? Vielleicht haben Ihnen die vergangenen Wochen gezeigt, wie anders es ist, von den Bürodramen verschont zu werden und sich mit ganz praktischen Fragen auseinandersetzen zu müssen. Wie erholsam es sein kann, sich nicht täglich anhören zu müssen, wie schlimm der Chef ist und warum keiner etwas unternimmt.

Eine der brillanten Erkenntnisse der Transaktionsanalyse ist das Dramadreieck von Karpman.

Es beschreibt wie Menschen sich in einem Dreieck von Opfer, Täter und Retter bewegen können. Sie gehen dabei in die Rolle, von der sie glauben, dass sie dort jetzt sein müssten.

Wichtig dabei, sie sind nicht wirklich Opfer oder Retter, sie spielen diese Rolle. Es entsteht aus einem inneren Bedürfnis heraus. Aus einem Muster und aus einem Mangel an Alternativen.

Kennen Sie das aus ihrer Organisation? Kollegen, die «in die Opferrolle gehen», Retter, die nicht mehr länger zuschauen können und «die Anderen» die zum Täter gemacht werden?

Hat das nicht etwas von «Kindergarten»? Und fragen Sie sich dann, was sie eigentlich hier tun und ob sie nicht zu erwachsen sind, um da mitzuspielen?

Gemäss dem Grundsatz: «Love it, leave it or change it” haben Sie nun drei Alternativen.

  1. «Love it»: Fragen Sie sich ob Sie nicht manchmal dieses Spiel mitspielen, für Ihre Zwecke nutzen oder einfach nur ertragen.
  2. «Leave it»: Wäre es jetzt nicht konsequent zu gehen? In meinen Coachings weisse ich darauf hin, dass dies eine absolut valable Option ist. Allerdings immer erst, wenn alles andere ausprobiert wurde.
  3. «Change it»

Irgendwann werden Sie den sicheren Hafen «Home-Office» wieder verlassen und sich in die Höhle der Kollegen begeben müssen. Mit welchem Vorsatz tun Sie das?

Ein möglicher Vorsatz könnte sein: «Wir durchbrechen das Drama-Dreieck», denn es nervt.

Doch wie beginnt man damit? Das Drama-Dreieck ist meistens ein kultureller Bestandteil und zur Auflösung braucht es mehr als nur Sie.

In der Co-Creation tun wir das ganz am Beginn des Prozesses. Zuerst nehmen Sie die Leute zusammen, mit denen es Ihnen wichtig ist, eine Veränderung herbeizuführen. Dann fragen Sie die Kollegen, was Ihnen bei der Arbeit wichtig ist und was sie nervt. Erzählen Sie ihnen von dem, was Sie vor Corona beobachtet haben und fragen Sie die Kollegen, wie es ihnen dabei ginge. Und schliesslich vereinbaren Sie gemeinsam ein Zeichen, ein Schlagwort, dass jeder in den Raum geben kann, wenn das Dramadreieck entsteht. Damit wird das Unsichtbare sichtbar und löst sich auf.

„No more drama …“

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