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Co-Creation geht anders

Wozu erst Positionen aufbauen, wenn man sie nachher mit viel Mühe überwinden muss?

Zur Überwindung der Corona-Krise haben Deutschland und Frankreich einen Vorschlag unterbreitet und damit eine Position bezogen. Daraufhin haben vier andere Staaten, auch aus der EU, einen gegensätzlichen Vorschlag erarbeitet.

Mir stellt sich die Frage, warum wir uns stellenweise das Leben so schwer machen. In meinen Jahren in verschiedenen Corporate Funktionen habe ich das oft erlebt: Man möchte etwas erreichen, sucht Verbündete und drückt das dann mit viel politischer Einflussnahme durch.

Macht das wirklich Sinn? Ich finde das ist eine Verschwendung von Energie und wir vergeben uns die Chance das wirklich beste Ergebnis zu erzielen.

Wieviel einfacher wäre es doch, wenn wir gleich alle Beteiligten miteinbeziehen? Warum tun wir das nicht? Haben wir Angst, dass dabei etwas herauskommt, was wir nicht wollen? Dass wir die Kontrolle verlieren? Dabei ist nichts unsicherer als das Ergebnis eines Machtkampfes.

Das Gegenargument ist klar: „Es ist doch viel schwieriger die Einigung zwischen 6 Parteien zu erzielen, noch dazu mit unterschiedlichen Vorstellungen, als zwischen zweien, die sich einig sind. Das ist natürlich richtig. Allerdings verschieben wir damit das Problem nur nach hinten und machen es noch viel grösser.

Daher ist es so wichtig, alle Beteiligten von Beginn an zu involvieren UND es so zu tun, dass alle Meinungen respektiert werden, alle gemeinsam auf das Problem schauen und so eine gemeinsame Lösung entstehen kann. Das braucht ein „Umparken im Kopf“ – nicht nur in der Politik.

This is not Co-Creation
Photo by Alice Yamamura on Unsplash

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